Smilies - Entstehung und Geschichte

Smilies sind eine beliebte Möglichkeit Texte in E-Mails und Chats durch Emotionen aufzulockern. Smilies, in der Einzahl Smily geschrieben, kommen aus den USA und werden dort Emoticons genannt. Der Begriff Emoticons setzt sich aus den Wörtern „emotion“ und „icon“ zusammen. Übersetzt man dies kann man also behaupten Emoticon bedeutet „Emotions-symbol".

Bereits 1857 tauchte der Smily in der „National Telegraphic Review and Operators Guide“ in Form eines Morsezeichens auf. Das Smilie-Morsezeichen stand für „Liebe und Küsse“ und wurde wenig später zu „beste Wünsche“ umgeformt und oft an eine Nachricht angehängt. Typographische Emoticons wurden dann erstmalig 1881 von dem Amerikanischen Satire Magazin Puck publiziert, jedoch in einer ganz anderen Form, als wir das heute kennen.



1963 tauchte dann das berühmte Smiley Gesicht erstmals auf. Es handelte sich dabei um einen runden Kreis in gelber Farbe mit zwei schwarzen Punkten und einer nach oben gerichteten schwarzen Kurve. Die schwarzen Punkte symbolisieren dabei die Augen , während die schwarze Kurve den Mund darstellt. Dieses Smilie-Symbol steht für ein lachendes Gesicht und wurde von dem freischaffenden Künstler Harvey Ball erfunden. Er bekam den Auftrag für dieses Emoticon von einer großen Versicherungsgesellschaft, die damit die Arbeitsmoral ihrer Mitarbeiterschaft anheben wollte. Kurz darauf wurde das Smilie Gesicht jedoch unerwartet zu einem riesigen Hit. Anstecker, Aufneher, T-shirts und andere Güter wurden mit dem Smily versehen und verkauften sich grandios. Natürlich wurde dieses erste berühmte Emoticon, welches als Basis-Smilie gilt schnell weiterentwickelt und es entstanden die verschiedensten Abwandlungen.

War der Smily in seiner ursprünglichen Form ein Ausdruck der Fröhlichkeit, da er ein Lachen darstellte, gab es wenig später auch Symbole für viele andere Emotionen. Irgendwann sah man den Begriff Emoticon dann also nicht nur für fröhliche Emotions-symbole, sondern auch für weniger fröhliche. So tauchten bald traurige Smilies, überraschte Smilies, die Augenbrauen hochziehende Smilies, die Zunge herausstreckende Smilies, nachdenkliche Smilies, wütende Smilies, dankbare Smilies, aufgeregte Smilies, weinende Smilies, gähnende Smilies, verzweifelte Smilies, schreiende Smilies, schockierte Smilies und viele andere Smilies auf der ganzen Welt auf.



In einem New York Times Interview im April 1969 äußerte der Schriftsteller Vladimir Nabokov den Wunsch nach einem bestimmtes typographisches Zeichen für den Smilie. Doch erst am 19. September des Jahres 1982 kam es zu einer wenn auch aus mehreren Zeichen bestehenden Erfüllung dieses Wunsches. Scott Fahlman war es, der mit seiner spezifischen Empfehlung diese Zeichen zum Ausrücken von Emotionen in den Umlauf brachte, woraufhin diese Emoticons wenig später auf der ganzen Welt bekannt wurden. In einem Text, den er an der Carnegie Mellon Universität in Pittsburgh, Pennsylvania an das schwarze Brett der Computerwissenschaften heftete, führte er für lustige, scherzhafte Sätze die Symbole „:-)“ ein, und für ernste Dinge die Symbole „:-(“. Zwar ging sein Brief verloren, doch wurde er zwanzig Jahre später gefunden, und bewies damit, dass Scott Fahlman der Erfinder der Emoticons in Textnachrichten war. Auch diese Smilies wurden natürlich mit der Zeit weiterentwickelt, was dazu führte, dass man wenig später fast alle denkbaren Emotionen durch die verschiedensten Emoticons nicht nur durch Zeichnungen, sondern auch durch Tasten in der Schreibmaschine oder im Computer ausrücken konnte. Dadurch ermöglichten es die Smilies auch im Schriftverkehr, sich umständlich erklärende Sätze mit Hilfe eines Emoticons zu sparen.




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